| Beschreibung |
Den Weserradweg ab 31789 Hameln in Richtung
Süden findet man aufgrund der durchgängigen Beschilderung recht
leicht, man muss nur irgendwie an die Weser kommen, in Hameln
auf der östlichen Seite.
In Hameln fährt man zunächst auf Straßen bzw. Radwegen durch
ein Industriegebiet am Hafen, bevor man endlich direkt zum Weserufer
gelangt.
Oh schreck: nach der Überquerung einer Holzbrücke folgt ein
600 Meter langer Schotterwegabschnitt. Danach, beim Anglerverein,
kann es aber nun endlich losgehen. Der Radweg führt durchs Wesertal,
landschaftlich reizvoll wird es meines Erachtens erst nach passieren
des AKW Grohnde.
Besonders schön ist der Abschnitt Rühle - Polle. Der
Weg ist im Bereich Hameln - Emmerthal oft gepflastert, allerdings
recht glatt, so dass skaten ganz gut möglich ist.
Allerdings ist er stellenweise sehr schmal, um 1,50 Meter,
so dass der geneigte Schnellskater nicht richtig pushen kann,
ein Nebeneinanderfahren ist auch nicht möglich, wie übrigens
beim größten Teil des gesamten Streckenabschnittes. Und bei
Gegenverkehr (Radfahrer) oder Überholmanöver wird es schon
mal eng.
Ansonsten gibt es durchaus Abschnitte, die ich als "sehr gut"
bezeichnen würde, u.a. lädt der Abschnitt beim AKW lädt zum
speeden ein!
Ohne jetzt auf alle Einzelheiten links und rechts des Weges
einzugehen, ist festzuhalten, dass in regelmäßigen Abständen
Biergärten, Cafes, Restaurants etc. vorhanden sind,
die zu Pausen einladen. Ca. 5 km vor Bodenwerder gibt
es weiteren Schotterweg, zu dessen Überwindung zu Fuß man
rund 15 Minuten benötigt. Und 1 km vor Bodenwerder geht der
Weserradweg in die Landstraße über, hier ist also Vorsicht
geboten. Allerdings gab es auf dieser Straße trotz bestem
Ausflugswetter nur wenig Autoverkehr.
In Bodenwerder selbst muss man auch einige recht unangenehme
Streckenabschnitte in Kauf nehmen, also grob gepflasterte
Radwege, zum Teil kurzer Schotter usw., danach geht es dann
weiter an der Weser, abermals auf glatt gepflasterten Pfaden.
Zwischen Rühle und Polle (ca. 8km) muss man wieder auf die
Straße ausweichen. Einerseits ungünstig wegen der PKW (keinerlei
Radweg vorhanden), andererseits auch gar nicht so schlimm,
da die Autos Rücksicht auf die Radfahrer / Skater nehmen (müssen)
und vor allem, weil die Straße einen hervorragend glatten
Asphalt bietet, also kann man hier wieder ordentlich Tempo
machen. Allerdings gibt es auf diesem Abschnitt auch einige
Steigungen, die aber einigermaßen problemlos zu überwältigen
sind. Weiter geht es nach einem weiteren Schotterabschnitt
(7 Min. zu Fuß) am bekannten Wesermäander "Brille" und einem
Teilstück auf der Straße (2km) wieder auf dem Radweg nach
Bevern, Ortsteil "Im Bruchfeld". Vorbei an einem Biergarten
und der Beschilderung folgend war hier (5 km vor Holzminden)
für mich der Weserradweg zuende, weil er sich hier wiederum
als Schotterweg präsentierte, und zwar soweit das Auge reichte.
Entgegenkommende Radfahrer meinten, dass der Schotterbelag
"fast bis nach Holzminden", mindestens aber 3 km lang war.
Als Alternativroute biegt man beim Biergarten in die andere
Richtung ab (links), gelangt so nach Bevern und von dort sind
es auf der B65 noch 5 km nach Holzminden (mäßiger Radweg),
wo man den Weserradweg wieder aufnehmen kann.
Fazit: eine recht schöne Strecke, keine nennenswerten
Steigungen. Etwas ungünstig sind die Schotterabschnitte und
die Tatsache, dass der Weserradweg über weite Strecken recht
schmal ist, so dass ein geselliges Nebeneinanderskaten nicht
möglich ist. Windschattenfahren dagegen ist kein Problem!
Zu erwähnen ist auch noch, dass ich auf den ganzen 50 km (trotz
besten samstäglichen Ausflugswetter) kein anderen Skater begegnet
bin, wohl aber ca. 100 Radfahrern!
Diese Streckenbeschreibung habe ich von Florian
Ballnus bekommen. Vielen Dank !
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