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Tipps und Technik News

Das kleine 1x1 der Inline-Bearings

ABEC

ist eine US- Norm für Wälzlager und bedeutet: Annular Bearing
Engineer's Committee.
Genauigkeitsklasse für die Maß-, Form und Laufgenauigkeit

Abmessungen

608: Nenndurchmesser der Bohrung: 8 mm
Nenndurchmesser Außenring: 22 mm.
Nennbreite Innenring: 7 mm.

Außenring

ist der Laufring, der im Lagersitz (Wheels) sitzt.

Deckscheiben

fungieren bei Wälzlagern als nichtschleifende Dichtungen, die den Schmierstoff im Lager zurückhalten und das Eindringen von Verunreinigungen verhindern.
Ausführungen ZZ-2Z-Z (Werkstoff Stahlblech).

Deckscheibe
(Labyrinth)

Deckscheibe, die in einer V-Nut am Innenring eingreift und dadurch einen Labyrinth-Spalt ergibt.

Deckscheibe ZZ

Werkstoff: Stahlblech
Aufbau: Spaltdichtung aus einer profilierten Stahlblechscheibe.
Vorteile: berührungslos, keine zusätzliche Reibung und Temperaturerhöhung, bis zur Drehzahlgrenze einsetzbar, gute Dichtwirkung gegenüber Fettaustritt, lange wartungsfreie Laufzeit (auf Lebensdauer geschmiert).
Nachteile: begrenzte Dichtwirkung gegenüber Verschmutzung.

 

Tipps Part 1 (Kugellager)

Jeder Skater spricht davon, doch was ist denn eigentlich ABEC ?

Im Bereich der Kugellager existieren international zwei Standards. Die der International Organisation for Standardisation (ISO) und die der Anti Friction Bearings Manufactures Association, deren Spezifikation für die Toleranzen Annular Bearing Engineers Committee (ABEC) heisst. Kugellager mit der Bezeichnung ABEC 1 dürfen demnach eine maximale Abweichung von 0,008 mm aufweisen, ABEC 5 Kugellager nur von 0,005 mm.

Für das Inline-Skating sind Kugellager ABEC 3 bis ABEC 5 die geeignetsten. Die Lager sind i.d.R. aus Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt, während die Ringe und Kugeln aus nichtrostendem Stahl (X65Cr13) bestehen. Doch Vorsicht: Nässe und Sand können den Lagern ganz schön zusetzen, deshalb ist eine regelmäßige Pflege notwendig:
Einen Außenring sollte man von den Kugellager entfernen. Dann sollten die Lager entfettet und von Dreck befreit werden. Mit Kaltreiniger, Reinigungspetroleum, Diesel o.ä. Flüssigkeiten geht dies ganz gut. Am besten ist natürlich ein Ultraschallbad. Danach wieder wenige Tropfen Öl oder Gleitspray in die Lager und ab geht die Post.
Noch ein Tip: Die besten Lager nützen nichts, wenn die Spacer zwischen den Kugellagern nicht OK sind - deshalb sollten die Spacer regelmäßig erneuert werden !

 

Tipps Part 2 (Rollen)

Zunächst unterscheidet man die rollen nach dem Radius (Querschnitt). Je kleiner die Auflagefläche auf dem Boden ist, desto weniger Reibung und Haftung hat die Rolle, um so "speeder" wird sie aber auch.

Schaubild Rollenquerschnitte

Die Rollengröße stellt den Außendurchmesser in mm dar. Der Durchmesser reicht von 44 mm (Agressiv-Skating) bis hin zu 80 mm (Speed-Skating).


Schaubild Rollengröße

Die Härte der Rollen wird in der Maßeinheit für Gummi- und Plastikprodukte Durometer "A" angegeben. Die Skala für die Inline-Wheels reicht von A 74 (sehr weich) über A 86 (härteste Speed-Rolle) bis hin zu A 100 (Rails/Curbs/Slides-Rolle). Für das Skaten auf den Gehwegen, in Parks usw. empfiehlt sich eine Härte von A 78, dann hat man am meisten Spaß.

Für eine lange Haltbarkeit der Wheels sind neben den Fähigkeiten des Skaters, die Beschaffenheit der Laufstrecken und der Härte der Rollen eine regelmäßige Rotation der Inline-Rollen ausschlaggebend. Nach jeweils 150 - 250 km empfiehlt sich folgender Rollen-Wechsel, die jeweils vom linken auf den rechten Inliner durchgeführt werden sollten:

Montage der Rollen
Rolle mit einseitig abgelaufenem Profil
Skate zwischen die Beine nehmen und Werkzeug links und rechts ansetzen,
gegen Uhrzeigersinn aufdrehen.
Achse mit Werkzeug rausstoßen.
Rolle entnehmen
Werkzeug mit Kugellagerdrücker ansetzen
kräftig auf den Spacer drücken, der Spacer drückt das gegenüberliegende Kugellager raus.
Spacer rausnehmen und das zweite Kugellager rausdrücken.
Kugellager säubern oder bei starker Verschmutzung mit speziellen Präparaten reinigen.
Spacer und Kugellager wieder in die Rollen setzen.
Die äußeren Rollen (eins und vier) wechseln nach innen und die inneren (zwei und drei) wechseln nach außen. Die Seite einer Rolle, die beim linken Skate nach außen gezeigt hat sollte beim Wechsel dann beim rechten Skate nach innen zeigen.
Rollen in den richtigen Positionen einsetzen und die Achsen fest anziehen, ein gleichmäßiges Rotieren der Rollen sollte aber noch möglich sein.

 

 

Tipps Part 3 (Fahrtechnik)

Das A und O für ein sicheres Skaten ist die Körperhaltung oder Skating-Position. Dabei sollte man folgende Punkte stets beachten:

Der Kniewinkel sollte zwischen 90-100° liegen, d.h. man "sitzt" etwas in der Hocke Der Körperschwerpunkt sollte stets auf dem Skate sein, der gerade Bodenkontakt hat Beide Schultern und beide Hüften zeigen stets in Fahrtrichtung, sonst kommt man sehr schnell in ein Ungleichgewicht Die Arme schwingen locker, seitlich am Körper vorbei, in Fahrtrichtung, und entgegengesetzt zu den Beinen (d.h. linkes Bein und rechter Arm und umgekehrt) Der Kopf zeigt nach vorne und wird auf einer Ebene gehalten (kein Wippen), der Blick ist 20m voraus gerichtet

Am wichtigsten sind die Bremstechniken, die man Besten in einem Inline-Basic-Kurs erlernen kann. Hier erteilt die Inline-Abteilung des Sporthauses Kajulä gerne Auskunft.

So, und nun aber genug der Worte, Skates an und los geht's ...

... doch ohne Schutzkleidung (Helm, Ellbogenschoner, Handgelenkschoner und Knieschoner) nie auf die Skates, denn ...

... safety first !



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