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Wie bereits bei der Montage gesagt, ist eine möglichst grosse
Gleichmässigkeit der Grundstein für genaue Messwerte.
Dies trifft nicht nur auf die Skatetechnik, sondern auch auf das
Material zu. Je besser dieses ist, umso genauere Ergebnisse erzielt
man.
Schlechte oder kalte, fettgefüllte Lager, die die Rolle binnen
kürzester Zeit stark abbremsen, schlechte Rollen, ungeeignete
Spacer, die auch nur ein leichtes Klemmen der Räder verursachen,
eine schlabberige Schiene und ähnliche Mängel führen
unweigerlich zu Differenzen.
Mit gutem Material und guter Technik aber kann man wirklich sehr
genaue Werte messen. Natürlich muss man dazu erst mal den
Tacho kalibrieren. Und zwar nicht nur anhand der Rollengrösse.
Diese ist zwar der grösste Annäherungsfaktor, berücksichtigt
aber nicht die Eigenschaften verschiedener Skater und/ oder unterschiedlichen
Materials. Diese müssen wir aber mit einbeziehen, um das
Optimum herausholen zu können.
Wie gehen wir also vor?
Gutes, gewartetes Material setze ich voraus, ebenso eine zumindest
halbwegs ausgeprägte Fahrtechnik, ansonsten kommt man wirklich
nur auf bessere Schätzwerte.
Zu allererst trifft man mal die Grundeinstellungen des Tachos,
wie Batterie einbauen, Uhrzeit einstellen, ... und die erste Faktoreingabe
gemäss der Anleitung; Rollengrösse identifizieren, Faktor
aus der Anleitung ablesen und eingeben. Damit hat man mal eine
Grundeinstellung getroffen.
Nun braucht man eine Teststrecke.
Diese sollte vom Profil her den Strecken entsprechen, die Du ansonsten
auch fährst; dein Zustand und die Umgebungsbedingungen, wie
Wetter, Temperatur, Verkehr etc. ebenfalls. Eine Länge von
min. 10 km sollten es schon sein.
Diese muss möglichst genau vermessen sein, wobei man sich
nicht unbedingt auf einen Fahrradtacho verlassen sollte, weil
diese in den seltensten Fällen richtig kalibriert wurde;
es wurde nur der Radumfang eingegeben und darauf vertraut, dass
die Ergebnisse stimmen. In der Praxis erzielt man aber mit einem
richtig kalibriertem Skatetacho deutlich bessere Messwerte.
Es bringt also nicht, sich an einem falsch eingestellten Messgerät
zu orientieren. Autotachos und Verkehrsschilder sind ebenfalls
zu ungenau.
Ideal wäre eine Strecke, die auch zu Rennen dient, also genau
vermessen ist und deren Länge man kennt. Oder eben eine richtig
kalibrierter Radtacho, ein GPS, ...
Diese skatest du du nun ab (Tacho vorher auf 0 stellen!). Wie
wäre es anders zu erwarten, natürlich in dem auch sonst
gefahrenen Tempo mit der auch sonst gefahrenen Technik. Alles
so belassen, wie du sonst auch skatest! Das wirst Du später
ja auch tun, und da soll der Tacho stimmen.
Nun liest du die Streckenlänge ab und vergleichst sie mit
dem Soll.
Wahrscheinlich wirst du eine Abweichung in die eine oder andere
Richtung feststellen, die du durch Änderung des Faktors beheben
musst. Hier ist der Skatemaster wirklich toll, weil er einen sehr
grossen Einstellbereich bietet; andere Tachos bieten meist nur
die Eingabe des Rollendurchmessers, also 76, 78, 80 mm, so dass
Du nur sehr grob kalibrieren kannst.
Nun wäre es sinnvoll, wenn du die Anleitung dabei hättest,
um sofort den Faktor zu verstellen und die neue Abweichung bereits
auf der Rückfahrt festzustellen.
Je nachdem wie rasch du Dich an das Soll rantastest, musst du
noch ein paar mal nachkalibrieren, dann aber stimmt der Wert.
Schreib dir Rollengrösse, Rollenhärte und den zugehörigen
Faktor in die Anleitung, sonst hast du diese Testerei beim Batteriewechsel
wieder vor dir.
Nun kannst du auf die Anzeige vertrauen, solltest aber testweise
auch mal ein paar andere Strecken skaten, mit mehr/weniger Profil,
anderem Wetter etc.; es sollten sich keine grösseren Differenzen
auftreten.
Allerdings macht es schon Sinn, wenn du in immer grösseren
Abständen mal die Anzeige überprüfst. Insbesondere
wenn dD eine neue Technik erarbeitet hast, stark verschiedene
Rollen, eine neue Schiene o. ä. verwendest oder bei ähnlich
grossen Unterschieden in den anderen Voraussetzungen.
Hast du bereits eine ausgefeilte Fahrtechnik und bist ein versierter
Fahrer, wirst du vermutlich selbst mit abgefahrenen Rollen nur
sehr geringe Unterschiede, falls überhaupt, in den Messwerten
feststellen. Dies gleichst du unbewusst durch eine etwas angepasste
Technik aus.
Wichtig für genaue Messungen ist aber neben einer guten Technik
in jedem Fall gutes und gewartetes Material.
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