| Beschreibung |
Den Weserradweg ab Hameln in Richtung Süden findet man
aufgrund der durchgängigen Beschilderung recht leicht, man muss
nur irgendwie an die Weser kommen, in Hameln auf der östlichen
Seite.
In Hameln fährt man zunächst auf Straßen bzw. Radwegen durch ein
Industriegebiet am Hafen, bevor man endlich direkt zum Weserufer
gelangt.
Oh schreck: nach der Überquerung einer Holzbrücke folgt ein 600
Meter langer Schotterwegabschnitt. Danach, beim Anglerverein,
kann es aber nun endlich losgehen.
Der Radweg führt durchs Wesertal, landschaftlich reizvoll
wird es meines Erachtens erst nach passieren des AKW Grohnde.
Besonders schön ist der Abschnitt Rühle - Polle. Der Weg
ist im Bereich Hameln - Emmerthal oft gepflastert, allerdings
recht glatt, so dass skaten ganz gut möglich ist.
Allerdings ist er stellenweise sehr schmal, um 1,50 Meter, so
dass der geneigte Schnellskater nicht richtig pushen kann, ein
Nebeneinanderfahren ist auch nicht möglich, wie übrigens beim
größten Teil des gesamten Streckenabschnittes. Und bei Gegenverkehr
(Radfahrer) oder Überholmanöver wird es schon mal eng.
Ansonsten gibt es durchaus Abschnitte, die ich als "sehr gut"
bezeichnen würde, u.a. lädt der Abschnitt beim AKW lädt zum speeden
ein!
Ohne jetzt auf alle Einzelheiten links und rechts des Weges einzugehen,
ist festzuhalten, dass in regelmäßigen Abständen Biergärten,
Cafes, Restaurants etc. vorhanden sind, die zu Pausen einladen.
Ca. 5 km vor Bodenwerder gibt es weiteren Schotterweg,
zu dessen Überwindung zu Fuß man rund 15 Minuten benötigt. Und
1 km vor Bodenwerder geht der Weserradweg in die Landstraße über,
hier ist also Vorsicht geboten. Allerdings gab es auf dieser Straße
trotz bestem Ausflugswetter nur wenig Autoverkehr.
In Bodenwerder selbst muss man auch einige recht unangenehme Streckenabschnitte
in Kauf nehmen, also grob gepflasterte Radwege, zum Teil kurzer
Schotter usw., danach geht es dann weiter an der Weser, abermals
auf glatt gepflasterten Pfaden.
Zwischen Rühle und Polle (ca. 8km) muss man wieder auf die Straße
ausweichen. Einerseits ungünstig wegen der PKW (keinerlei Radweg
vorhanden), andererseits auch gar nicht so schlimm, da die Autos
Rücksicht auf die Radfahrer / Skater nehmen (müssen) und vor allem,
weil die Straße einen hervorragend glatten Asphalt bietet, also
kann man hier wieder ordentlich Tempo machen. Allerdings gibt
es auf diesem Abschnitt auch einige Steigungen, die aber einigermaßen
problemlos zu überwältigen sind. Weiter geht es nach einem weiteren
Schotterabschnitt (7 Min. zu Fuß) am bekannten Wesermäander "Brille"
und einem Teilstück auf der Straße (2km) wieder auf dem Radweg
nach Bevern, Ortsteil "Im Bruchfeld". Vorbei an einem Biergarten
und der Beschilderung folgend war hier (5 km vor Holzminden) für
mich der Weserradweg zuende, weil er sich hier wiederum als Schotterweg
präsentierte, und zwar soweit das Auge reichte.
Entgegenkommende Radfahrer meinten, dass der Schotterbelag "fast
bis nach Holzminden", mindestens aber 3 km lang war. Als Alternativroute
biegt man beim Biergarten in die andere Richtung ab (links), gelangt
so nach Bevern und von dort sind es auf der B65 noch 5 km nach
Holzminden (mäßiger Radweg), wo man den Weserradweg wieder aufnehmen
kann.
Fazit: eine recht schöne Strecke, keine nennenswerten
Steigungen. Etwas ungünstig sind die Schotterabschnitte und die
Tatsache, dass der Weserradweg über weite Strecken recht schmal
ist, so dass ein geselliges Nebeneinanderskaten nicht möglich
ist. Windschattenfahren dagegen ist kein Problem!
Zu erwähnen ist auch noch, dass ich auf den ganzen 50 km (trotz
besten samstäglichen Ausflugswetter) kein anderen Skater begegnet
bin, wohl aber ca. 100 Radfahrern!
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