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zuletzt aktualisiert am 17.08.2010

 
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Im Test: 11 Kindersportwagen für 350 bis 750 Mark. (3/2001)


Die Kleinen kommen zu kurz
Autokonstrukteure verwenden für gewöhnlich einige Mühe auf die Gestaltung des Interieurs. Nachholbedarf haben die Konstrukteure von Kinderwagen. Das Wohl der kleinen Passagiere kommt zu kurz. Die Sitze der Kinderwagen sind oft zu eng, die Fußteile zu kurz und die eigentlichen Sitzflächen zu lang. Gutes Sitzen Fehlanzeige. Unbequem wirds für die Kinder vor allem im Winter. Dick eingemummelt bleibt in den engen Sportwagen kaum noch Platz. Orthopädisch richtig wäre etwa folgender Sitz: 32 bis 35 cm breit und 21 cm lang. Dieses Maß passt für die meisten Kinder, von sieben Monaten bis etwa drei Jahre.

Rückenlehnen zu niedrig
Die Rückenlehnen sind bei fast allen Sportwagen so niedrig, dass sich größere Kinder nicht mehr anlehnen können. Selbst Kleinkinder unter zwei Jahren ragen mit dem Köpfchen über die Lehne hinaus. Gut sind dagegen die Gurtsysteme. Die Verschlüsse halten sicher und widerstehen auch neugierigen Kinderhänden. Haltbar und geländetauglich sind die Sportwagen ohnehin. Hohes Tempo ist trotzdem tabu.

Nicht zum Joggen
Wenn die Eltern joggen oder skaten, können die Kinderwagen gefährlich werden. Schwachpunkt Bremsmanöver: Einige Bremshebel müssen mit beiden Händen gezogen werden, um die volle Wirkung zu entfalten. Andere sind ungünstig angeordnet und zwingen die Eltern zu akrobatischen Einlagen. Auch die Idee der Sicherheitsleine zwischen Skater und Kinderwagen hat Tücken. Im Zweifelsfall reißen die Eltern den Kinderwagen mit um, wenn sie beim Skaten stürzen. All das gilt auch für den Baby Jogger. Die dreirädrige Konstruktion aus den USA wird zwar eigens als Sportgerät verkauft, ist aber leider ein schlechter Kompromiss. Als Kinderwagen unbequem, als Sportgerät gefährlich und obendrein teuer. Der Baby Jogger kostet knapp 900 Mark.

Tipps

  • Verstellbarer Schieber. Achten Sie auf einen verstellbaren Griff. Der Schiebegriff sollte sich auf die Körpergröße von Mutter und Vater anpassen lassen. Noch besser sind Schwenkschieber: Hier sitzt der Nachwuchs - je nach Wunsch - mit Blick auf die Eltern oder mit Blick nach vorn.
  • Autotest. Vermessen Sie den Kofferraum Ihres Autos und achten Sie auf die Öffnung der Kofferraumklappe. Passt der zusammengeklappte Kinderwagen problemlos hinein? Achten Sie auch auf eine Arretierung am Kinderwagen, damit er sich beim Herausheben nicht plötzlich auseinander faltet.
  • Buggy ist leichter. Geländegängige Kinderwagen sind schwer. Falls Sie den Wagen häufig tragen müssen, empfiehlt sich ein Buggy. Die sind leichter und billiger als Sportwagen.
  • Buggy ist wendiger. Vorteile hat ein Buggy auch im Großstadtgewühl. Enge Kaufhaus-, Bus- und U-Bahn-Zugänge sind mit den leichteren Wagen besser zu meistern.
    Nicht Joggen. Achten Sie auf die Geschwindigkeit. Auch Sportwagen sind nicht für hohes Tempo gemacht. Der Wagen kann kippen und die Bremsen sind für joggende Eltern nicht jederzeit erreichbar.
  • Reflektoren nachrüsten. Nur wenige Kinderwagen werden mit Reflektoren geliefert. Rüsten Sie nach, wenn Sie oft im Dunkeln unterwegs sind.
  • Testsieger. Auch der Testsieger ist nur Mittelmaß: Quinny Freestyle 4 für 600 Mark. Immerhin sitzt und liegt der Nachwuchs in diesem Wagen am besten. Kaum schlechter aber deutlich billiger ist der Knorr Arosa Airlift Outdoor für 360 Mark. Das bequemste Modell für die Eltern ist der Teutonia Mistral Country 2001 für stolze 760 Mark. Handhabung gut, das schaffte kein anderer Sportwagen.

 

 

Quelle: Stiftung Warentest

 
   
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