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Am besten erst mal alles lesen, bevor man irgendwelche Arbeiten an der Schiene vornimmt!
Grundsätzliche Überlegungen:
Bereits für die Montage sollte man sich Gedanken bezüglich der späteren Messgenauigkeit machen. Diese gründet zu einem gewissen Masse auf Gleichmässigkeit. Je gleichmässiger sich die gemessene Rolle und der gemessene Fuss im Verlauf der zu messenden Strecke verhalten, umso genauer werden folglich die Ergebnisse.
Üblicherweise stellt der rechte Fuss/Skate die bessere Wahl dar. Auf Strecken mit viel Bremsbedarf, bei dem die Messrolle infolge des Bremsens per Klotz oder T-Stops oft abgehoben ist oder schleift, wäre ggf. der linke Skate vorzuziehen. Aber auf solchen Stop-and-Go Strecken darf man eh nicht mit einem überragend genauem Ergebnis rechnen.
Bei der Wahl der Rolle gehen wir ebenso vor.
Welche laufen am gleichmässigsten und über den längsten Zeitraum?
Sicher nicht die erste, die zweite wird bei verschiedenen Massnahmen auch ungleichmässig eingesetzt, die letzte sollte man ebenfalls ausser Acht lassen.
Am 4er Skate stellt also die dritte, beim 5er die dritte oder vierte Rolle die beste Wahl dar. Hier treten die geringsten Ungleichmässigkeiten auf. Beim 5er bevorzuge ich die vierte Rolle, auch weil sich dort der Sensor oft am besten montieren und sich das Kabel am sichersten verlegen lässt.
OK: rechter Fuss und dritte bzw. vierte Rolle.

Innen oder aussen?
Hinsichtlich des Sensors selbst ist das ziemlich egal, aber wegen des Kabels sollte man sich Gedanken machen.
Aber bei der Montage innen besteht eine dauerhafte Belastung des Kabels. Zum Einen durch das häufige Kontaktieren mit dem anderen Skate bei enger Schuhführung, wobei es im schlimmsten Fall auch zu einem Verheddern kommen könnte. Zum Anderen durch die ständig aufspritzenden kleinen Steinchen; man vergleiche dazu mal die beiden Seiten einer gebrauchten Schiene.
Bei Speedskates mit Senkelabdeckung (lace cover) kommt man auch nur von aussen unter diese rein ... Richtung LCD.
Also: rechter Skate, aussen, dritte oder vierte Rolle.

Nun zum Praktischen selbst (am Beispiel des Skatemasters):
Beim Skatemaster wird der Sensor zum Glück geschraubt und nicht geklebt. Das macht man einmal und hat dann Ruhe. Man ist nicht gezwungen, ihn bei jeder Rollendemontage zu entfernen und später neu zu justieren oder ihn infolge nur geklebter Befestigung häufig neu befestigen zu müssen, mit der Gefahr zwischenzeitlicher Fehlmessungen wegen falscher Justage oder ihn zu verlieren bzw. gar zwischen die Rollen zu bekommen mit üblen Folgen.
Die Magnete sind beim Skatemaster die ganz normalen, überall zu findenden Magnete, wie sie zB auch in Lautsprechern oder ähnlichen Geräte eingesetzt werden. Der Sensor selbst ist recht empfindlich, so dass man hinsichtlich weiterer Magnete nicht auf die teueren Originale angewiesen ist, sondern fast freie Auswahl hat.
Die Magnete müssen auch nicht rechteckig wie die Originale sein, Hauptsache, sie entsprechen vom Volumen her in etwas diesen.
Einfach mit einem Seitenschneider eine Ecke abzwicken, ein wenig der gewünschten Form und Grösse anpassen (keilförmig, länglich) und einsetzen. Die Funktion lässt sich ja leicht überprüfen.
Bei mir funktionieren im Test sogar die Gummimagnete, wie man sie zB auf der Rückseite von Spielzeugbuchstaben oder Magnettafel-Zeichen findet (durch die Speedschiene hindurch); die lassen sich natürlich sehr schön in Form bringen.
Natürlich entferne ich die Magnete aus den abgefahrenen Rollen, aber durch den strammen Sitz zerdrückt man schon mal den einen; ausserdem habe ich mehrere Skates und eine ganze Reihe an Rollensätzen, die allesamt bestückt sein wollen, damit man nicht bei jedem Wechsel erst damit anfangen muss.

Finden der Montagepositionen
Die beiden Magnete müssen in die zu messende Rolle eingesetzt werden. Dazu bohrt man je ein kleines Loch; so eng, dass die Magnete nur "reinzuwürgen" sind. Das hält, es geht keiner verloren!
Am sinnvollsten bohrt man ganz nahe an der Nabe, ca. 3 mm ausserhalb dieser. Dort ist die Rolle flach, hat den geringsten Abstand zu Schiene und Sensor. An dieser Position haben die Magnete auch keinerlei Auswirkungen auf das Fahrverhalten oder die Lebensdauer der Skates.
Man nimmt einen 1,5 oder 2 mm starken Bohrer und bohrt an besagte Stelle ein Loch, das tief genug sein muss, den Magnet bündig einschieben zu können. Ziemlich genau gegenüber, also um 180 Grad versetzt, bohrt man das zweite Loch für den anderen Magnet. Nun kann man beide Magnete reinquetschen; soweit, dass sie mit der Rollenoberfläche bündig abschliessen.
In der Praxis hat sich bewährt, gleich zwei Rollen, und diese beidseitig mit Magneten zu bestücken. So hat man beim Durchwechseln der Rollen immer eine passende zur Hand, ohne nacharbeiten zu müssen.
Bei der beidseitigen Bestückung sollte man darauf achten, die Magnete möglichst an der gleichen Stelle, aber auf der anderen Rollenseite anzubringen. Werden diese versetzt angebracht, könnten unter Umständen infolge der hohen Empfindlichkeit des Sensors auch die Magnete der anderen Seite gemessen werden, was natürlich zu falschen Werten führt.
Doch bevor man die Löcher bohrt, sollte man abklären, ob eine dazu passende Sensormontage überhaupt möglich ist.
Der Sensor sollte möglichst senkrecht zu den Magneten stehen, also mit seiner Grundfläche parallel zur Rolle stehen.

Hinweis:
Diesen halbrunden Bügel, der eigentlich für die Montage an der Gabel des Fahrrades gedacht ist, nimmt man natürlich ab. Man montiert nur den Sensor mit der ovalen Halterung selbst!

Die Seite des Sensors, in deren Nähe das Kabel austritt, ist diejenige, die zur Rolle hin zeigen muss. Diese muss natürlich auf der Seite der Halterung liegen, an der diese ganzflächig plan ist. Falls dies bei der Auslieferung nicht der Fall ist: Sensor aus der Halterung herausdrücken und andersherum wieder einsetzen.
Jetzt sucht man sich eine Stelle möglichst weit oben an der Schiene (dort ist der Sensor besser geschützt), die eine möglichst flache Oberfläche aufweist und im richtigen Abstand zur oben genannter Magnetmontage steht. Eine …ffnung in der Schiene ist nicht erforderlich; es wird auch durch die Schiene hindurch gemessen. Hat man diese gefunden, hält man den Sensor dort in der geplanten Position fest und dreht die Messrolle, um festzustellen, ob die Magnete auch genau unter ihr hindurchlaufen würden. Je länger der Weg ist, den die Magnete über den Sensor hinweglaufen, umso sicherer werden die Signale auch erkannt; d. h., den Sensor so drehen, dass die Magnete quer über die Längs- statt über die Quer-Fläche laufen.
Da die Sensorhalterung drehbar ausgeführt ist, sollte man bei der Wahl des Montagepunktes gleich berücksichtigen, dass man bei Verwendung anderer/ausgefallener Rollen, die eine Montage der Magnete an der genannten Stelle nicht erlauben, diese durch Drehung des Sensors auch abdecken kann.
Natürlich sollte der Sensor so montiert werden, dass er nach hinten zeigt, also nicht entgegen der Fahrtrichtung zeigt. Zudem sollte man beachten, dass das Bohrloch möglichst weg von der Rollenmitte liegt, damit diese bei sehr engen Schienen nicht an der Schraube schleifen kann. Und auch kurz nachsehen, ob man von der Stelle aus das Kabel gut und sicher verlegen kann.
Nun markiert man den Bohrpunkt an der Schiene und bohrt mit einem 3 mm Bohrer das Loch für die Befestigungsschraube; gerade so gross, dass die Schraube durchpasst. Falls sie noch nicht durchgeht, das Loch ein bisschen auffeilen. Die Magnetlöcher kann man in diesem Zuge auch gleich bohren und die Magnete einbringen.
So, nun müsste man die Schraube auch noch festziehen können. Entweder hat man einen abgewinkelten Schraubendreher, mit dem man dies von der Schienenmitte aus bewerkstelligen kann. Na, was ist? Nee? Dann bohrt man durch das Sensorschraubenloch hindurch einfach genau gegenüber in die andere Schienenflanke ein weiteres Loch, durch das man einen dünnen Schraubendreher einschieben kann (ggf. Loch entsprechend aufweiten).
Das hat auf die Stabilität der Schiene keinen Einfluss; natürlich sollte es keine daumengrosse Öffnung werden.
Nun sieht man sich die günstigste Kabelverlegung an und ob evtl. der erste Abschnitt *vor* der Sensormontage erfolgen sollte. Falls dem so ist, dann sollte man dies gleich erledigen. Dann aber schraubt man den Sensor fest.
Hierzu sollte die Messrolle eingebaut und das LCD angesteckt und auf "derzeitige Geschwindigkeit" gestellt sein. Testweise den Sensor on der vorbereiteten Position an die Schiene halten und die Messrolle anstupsen. Nun sollte nach kurzer Verzögerung ein Geschwindigkeitswert auf dem LCD erscheinen. Der stimmt natürlich mangels erfolgter Kalibrierung nicht, reicht aber zur Überprüfung der Funktion.

Keine Anzeige? Sensor mit der richtigen Seite zur Rolle hin? LCD richtig eingesteckt?
Ist das OK, nimmt man die Rolle wieder raus und schraubt den Sensor fest. Günstigerweise bringt man etwas Schraubensicherungslack ("Loctite") auf das Gewinde auf, da man den Sensor praktisch "nie" wieder entfernt, die Schraube aber sicher halten soll. Korrekt ausrichten und die Schraube richtig schön knackig anziehen, damit sie fest genug sitzt, um ein selbsttätiges Verstellen zu unterbinden. Die Rolle kann nun wieder montiert werden.
Den Sensor selbst sollte man nun bis Anschlag in die Halterung einschieben, so dass er direkt an der Schiene anliegt und durch etwas Vorspannung der Halterung an diese gepresst wird. Ggf. kann man vor der Montage auch etwas Kleber zwischen Halterung und Sensor einbringen, damit er in dieser Position bleibt.
An der Aussenseite steht noch dieser Rastersteg über, der in unserem Fall nicht benötigt wird. Den kann man mit einem Teppichmesser plan abschneiden.

Jetzt geht es ans Verlegen des Kabels und die Montage der LCD-Halterung.
Wohin setzt man das LCD? Dorthin, wo man es am besten ablesen kann und es sich sicher und wackelfrei montieren lässt. Das ist der Vorderfuss im Zehenbereich; bei Schnallenschuhen die erste Schnalle bzw. bei Schnürschuhen die ersten Querverläufe der Senkel.
Dies sollte man besser auch mal mit angezogenem Skate überprüfen und ggf. die Position verändern.
Nun verlegt man das Kabel dorthin. Muss man es dabei durch enge Schlaufen führen, entfernt man die Halterung vom Kabel. Dieses ist günstigerweise per Stecker und nicht fix mit der Halterung verbunden. Zum Lösen dreht man die Halterung um und sieht die Messingzungen der Kontakte in kleinen Öffnungen. Diese drückt man mit einem spitzen Gegenstand leicht nach innen und kann nun das Kabel aus der Halterung herausziehen. Markieren für den Wiedereinbau muss man nichts; es gibt kein Links und Rechts oder Plus und Minus.
Weist die Sohle im Randbereich Verstärkungsstege oder ähnliche zweckentfremdbare Strukturen auf, kann man diese anbohren und das Kabel hindurchführen oder man findet andere Bauteile, die man dafür verwenden kann (K2 Aussenschale; im Randbereich anbohren, ...). Wichtig ist vor allem, dass im Bereich der Rollen ein Durchhängen und eventuelles Schleifen oder Verfangen verhindert wird.
Nach oben zum LCD hin ist das Verlegen unproblematisch. Man führt das Kabel irgendwo im Bereich des dritten oder vierten Querverlaufes der Senkel unter dies hindurch und lässt es nach vorne laufen. Bei Hardboots oder Schnallen muss man etwas sorgfältiger arbeiten, damit keine Scheuerstellen am Kabel entstehen.
Das Kabel sollte auch nicht gespannt verlegt werden, weil sonst durch die Verwindungen des Schuhs beim Skaten oder beim Festziehen der Schnürung Probleme entstehen. Etwas "Luft" sollte man schon lassen; auch *direkt* am Sensor sollte man ein klein wenig Toleranz einbauen, aber gut sichern, damit nichts in die Rollen gelangt. Zudem ist es sinnvoll, an einer unauffälligen Stelle eine zusätzliche Schlaufe einzubauen, damit man noch etwa Material hat, falls später ein Kabelbruch (im Bereich der Kabeleinführung in die LCD-Halterung am wahrscheinlichsten) auftritt.
Also achtet man von Haus aus darauf, dass das Kabel ohne starken Knick und ohne Spannung in die LCD-Halterung läuft.

Das war«s eigentlich auch schon.
Wie gesagt, die LCD-Halterung stellt wahrlich nicht das Optimum dar; die ist eben für das Fahrrad gedacht, funktioniert aber an Schnallenschuhen ganz gut, an bestimmten Frezeitskates ebenso.
Bei sportlicheren oder gar Speed-Skates aber ist hier Basteln angesagt, sonst schlackert das Ding nur wild rum.
Eine rasche und praktikable Methode besteht darin, die untere Hälfte der Schelle abzuschneiden, wobei vorne und hinten am Oberteil ein Steg von ca. 5 mm stehen bleibt; vorne evtl. mehr als hinten, damit das LCD eher in Blickrichtung geneigt wird als nach vorne abzukippen.
Nun bohrt man in diese Stege quer ein längliches Loch, durch das man einen Kabelbinder fädelt. Mittels diesem schnallt man nun die Halterung an die Senkel, und zwar nur so fest, dass die Halterung bei gelösten Senkeln diese nicht mehr festklemmt, aber beim Festziehen derselben fixiert wird.
Das funktioniert auch bei Speedskates. Allerdings war mir die Halterung noch immer zu hoch.
Hierfür habe ich eine etwas aufwendigere Massnahme ergriffen.
Die Entfernung der Schelle erfolgt wie oben, ich nehme aber noch ein mehr Material weg. Nun fräse (Schnitzen mit einem scharfen Messer geht auch) ich an beiden Seiten je einen kleinen "Haken" in den verbliebenen Rest, in den man einen kleinen O-Ring einhängen kann. €hnlich der Montage des Skaty, nur sehr viel kleiner.
Damit lässt sich das LCD sehr flach und schlackerfrei auf die Schnürung schnallen.
Auch mit dem lace cover harmoniert das gut. Dazu brauchte ich nur an der betreffenden Position (ganz vorne, über der ersten Schnürung) zwei winzige Löcher in das lace cover zu stanzen. Richtig positionieren! Durch diese verläuft der O-Ring, und zwar nur durch diese; ein Einbeziehen der Senkel findet in dem Fall nicht statt, das LCD ist nur am lace cover befestigt. Wer will kann in den O-Ring einen zweiten (quer) einfädeln und durch diesen die vordere Schnürung laufen lassen. Mit einem weichen, elastischen und kleinen O-Ring kann man so eine noch bessere Fixierung erreichen.
Das An- und Ausziehen funktioniert ebenfalls, da in Nähe des LCDs eine kleine Kabelschlaufe eingeplant wurde. Die reicht, um das lace cover weit genug öffnen zu können, beeinflusst aber nicht die dest Montage des LCDs selbst.
Naja, ein wenig basteln wird wohl jeder bei dem einen oder anderen Skate müssen. Üblicherweise lassen sich aber alle Komplikationen recht einfach lösen.

Tja, nun ist das Teil montiert, bis auf die Stoppuhr stimmen aber die Werte noch nicht. Um das zu regeln, muss man den Tacho erst kalibrieren. Darum geht's im nächsten Kapitel.

 
Autor: Peter Lang

 

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