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"SCHNELLER HEINRICH" Mit 70 auf Inlinern
zum Marathon-Sieg

HEMFURTH - Jeden Tag Sport treiben, dies zählt für den 70jährigen Heinrich Schmidt zu den selbstverständlichsten Dingen dieser Welt.
(HNA, 1.10.99)

Während die meisten Menschen seines Alters eher einen ruhigen Lebensabend vorziehen, verbringt der rüstige 70jährige einen Großteil seiner Freizeit auf Inlinern.
Am letzten Wochenende war er auf seinen schnellen Rollen einer der viel umjubelten Teilnehmer beim Berlin-Marathon. Am Ende der 42,195 Kilometer langen Strecke siegte der gebürtige Kasseler in seiner Altersklasse M 70.

Sahnehäubchen
"Ich hätte vor Freude bald geweint", sagt Heinrich Schmidt, der seit 36 Jahren mit seiner Familie in Rehbach lebt. Mit dem ersten Platz in der Bundeshauptstadt setzte der Edertaler seiner noch "jungen Marathon-Karriere" das sprichwörtliche Sahnehäubchen auf.
In den vorangegangenen zwei Jahren war der Pensionär bei insgesamt fünf Inline-Marathons an den Start gegangen und hatte auch jedesmal gewonnen. Das Berlin-Erlebnis sei etwas ganz Besonderes gewesen, gesteht Schmidt, der am Sonntag zum ersten Mal in seinem Leben die Stadt besuchte.
Erfahrungspotential
Seit nunmehr 65 Jahren bewegt sich Schmidt auf Rollen fort: "Angefangen hat das Ganze in Kassel, wo wir als Kinder noch auf Eisenrollen umherrutschten". In den Wintermonaten wechselt Schmidt regelmäßig von Inlinern auf Schlittschuhe.

Als Trainer gibt er sein großes Wissens- und Erfahrungspotential an den Eishockeynachwuchs des VfL Bad Wildungen weiter. Die Jugendlichen befolgen dabei ganz genau die Anweisungen und Ausführungen ihres Trainers, denn schließlich spielte der "schnelle Heinrich" bis zu seinem 65. Lebensjahr als aktiver Kufen-Crack in der zweiten Mannschaft des EC Kassel.

Tägliches Training
Solange es seine Gesundheit zuläßt, will der aktive Pensionär sportlich aktiv bleiben. Immerhin schaffte er den Berlin-Marathon in persönlicher Bestzeit, und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 23,78 km/h kam er als 1.888 von über 4.100 gestarteten Inlinern ins Ziel.

Um seine körperliche Fitneß zu halten, trainiert er täglich auf der Edersee-Randstraße. "Zwischen der Sperrmauer und Nieder-Werbe hole ich mir meine Kondition", sagt Heinrich Schmidt, der nicht verstehen kann, daß es für einige Leute unvorstellbar sei, mit 70 Jahren noch Sport zu treiben.

   
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