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Fliegende Jungs und kreischende Mädchen

BEBRA - Mit gewagten Sprüngen weihten gestern die Jugendlichen in Bebra ihre Fun-Box auf dem Schulhof der Brüder-Grimm-Schule ein. Die Rampe ist ein Teil des Fun-Park-Konzeptes, das von einem breiten Bündnis finanziert wird.Funpark Bebra

Faszinierende Sprünge zeigten einige Jugendliche während der offiziellen Eröffnung der Fun-Box. (Foto: Pohl)

Roller-Skating scheint eine Sportart für Jungs zu sein. Zumindest waren es nur Jugendliche männlichen Geschlechts, die zur offiziellen Einweihung der Rampe auf dem Schulhof der Brüder-Grimm-Schule in Bebra ihre mehr oder weniger gelungenen Sprünge vor großem Publikum vorführten.
So prominente Zuschauer wie am offiziellen Eröffnungstag werden die Sport-Freaks zukünftig freilich nicht mehr haben. Neben der Vize-Landrätin Christa Bittner ließ sich auch Bürgermeister Horst Groß die Chance nicht nehmen, bei strahlendem Sonnenschein die Körperbeherrschung der Jugendlichen zu bewundern.
Leider blieb es, trotz der dringlichen Bitte zahlreicher Gäste, beim bloßen Zuschauen. Weder Christa Bittner noch Horst Groß ließen sich dazu überreden, sich selbst Roller-Skates unter die Füße zu binden und die neue Fun-Box auszuprobieren.
Während Bittner grundsätzlich abwinkte, stellte Groß immerhin in Aussicht, nach einem heimlichen Training seine Künste vielleicht doch auch einmal offiziell vorzuführen. Wie gesagt, Roller-Skating scheint eher eine Sportart für Jungs zu sein.


Gemeinsames Projekt

Bittner und Groß waren nicht nur zum bloßen Zuschauen gekommen, sondern in offizieller Mission. Sowohl die Stadt Bebra als auch der Landkreis Bad Hersfeld-Rotenburg beteiligen sich an der Finanzierung des Fun-Parks. Die Rampe für Skater ist lediglich ein Bestandteil des Gesamtkonzeptes.
Derzeit wird außerdem ein kleines Häuschen auf dem Schulhof errichtet, in dem die Jugendlichen sich ausruhen und umziehen können. Ein Basketballnetz steht schon, "damit noch mehr Bewegung auf den Schulhof kommt", so Christa Bittner.
Die Stadt Bebra beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit Projekten für Jugendliche. Die Idee, eine Fun-Box zu bauen, entstand im Arbeitskreis "Bebra auf dem Weg zur kinderfreundlichen Stadt". Schüler und Jugendliche wurden gefragt, was sie sich für ihre Stadt wünschen, die Fun-Box stand an erster Stelle.
Damit es dann zu einer tatsächlichen Umsetzung kommen konnte, war viel Hilfe notwendig. "In Zeiten besonders knapper Haushaltskassen sind solche Projekte nur realisierbar, wenn alle mithelfen", sagte Groß.
Und an Unterstützern mangelte es nicht. Schülerinnen und Schüler bauten unter Anleitung ihrer Lehrer die Fun-Box, auch der Leiter des Bebraer Jugendzentrums, Uli Rathmann, brachte sich mit Rat und Tat "hervorragend ein", so Groß.


Dank an Sponsoren

Das Ziel, aus den Schulhöfen eine Art Erlebniswelt zu gestalten, sei heutzutage nicht ohne die Hilfe von Sponsoren möglich, sagte Groß und bedankte sich bei der Sparkasse Bebra, dem Bankverein Bebra, der Handels- und Gewerbevereinigung, McDonalds Bebra und schließlich der Firma Trubel, die Geld- und Materialspenden zur Verfügung stellten.
Auch Schulleiter Roland Klos bedankte sich herzlich bei allen Unterstützern, allen voran seinen Schülern. Ohne die fachliche Kompetenz der Jugendlichen in der Planungsphase und ihr großes Engagement wäre das Projekt nie realisiert worden. "Denn man muss sich schon auskennen, um mit Begriffen wie Half-Pipe, Quarter und Flying-Fish etwas anfangen zu können", so Klos.
Allen Beteiligten wünschte er viel und vor allem unfallfreien Spaß. Am Eröffnungstag zumindest hatten den alle Anwesenden. Während die Roller-Skater ihre Muskeln spielen ließen, standen die Mädchen kreischend an der Rampe.
Bleibt abzuwarten, ob die Jungs bei fliegenden Mädchen in ähnliche Begeisterungsstürme ausbrechen werden.

(VON INES POHL / HNA-Redaktion Rotenburg)
06.04.2000 / 18:51 Uhr

 

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