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Die Fläming-Tour Ein Reisetagebuch
von peze
Die Suche
Männe und ich sind seit ein 2 Jahren begeisterte Inliner.
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Marathons später und dem mehrmaligen abfahren der in
der Kölner Umgebung möglichen Strecken, waren wir
auf der Suche nach Alternativen. Die einzige Gruppe die wir
kannten, bestand aus maximal 4 Personen (2 Bekannte die mitfuhren)
und so hatten wir uns auch noch nie für Gruppenfahrten
bzw. organisierte Touren interessiert. Hier im Inliner-Forum-Kassel
gibt es ja immer viele Events im Angebot und so stieß
ich dann auch hier das erste Mal auf den Namen FLAEMING. Zuerst
dachte ich, dass liegt in Holland, aber bei näherer Betrachtung
stellte sich heraus, dass der Niedere und Obere Flaeming in
der Region Brandenburg, cirka 40 km südlich von Berlin
liegt. Ganz schön weit weg von Köln. Der Organisator
der Tour, Horst Gabriel, ist Referent für Fortbildung
beim LV NRW des DSLV www.dslv-nrw.de,
war bereits im vergangenen Jahr privat auf dieser Strecke
und diese von mir ins Auge gefasste Tour war seine zweite.
Man würde also von seinen Erfahrungen profitieren können.
Also: Gebucht
Die Anfahrt
Der Bus startete in Aachen am 18. Juni 03 um 13.30 Uhr. Zustiegsmöglichkeiten
gab es in Köln, Remscheid, Dortmund und Bielefeld. Die
Fahrtzeit sollte für knappe 650 km 9 Stunden betragen,
denn die Ankunftszeit war mit 22.30 Uhr vorgegeben. Wer schon
einmal die A1 und A2 nach Berlin gefahren ist, weiß
dass das ziemlich illusorisch ist, aber die Aussicht auf kilometerlange,
autofreie Skaterstrecken hält den Unmut in Grenzen. Unsere
Sorge in Bezug auf eine Gruppe löste sich schnell auf,
denn gleich von Anfang an schuf das gemeinsame Interesse am
rollen eine gewisse Vertrautheit und man kam schnell
ins Gespräch.
Nachdem am Lehrter See auch die letzte Teilnehmerin eingestiegen
war, versorgte uns unser Guru mit vielen Infos
über Land, Leute, Unterkunft und Skatestrecke. Trotz
des bevorstehenden Brückentages in NRW und einigen mittelgroßen
Staus trafen wir gegen 0.00 Uhr in Jüterbog ein.
Die Unterkunft
Hier nur ein paar Eckdaten zur Vervollständigung, denn
es soll ja kein Bericht über das Hotel werden *lol*
Unser Hotel Zum goldenen Stern lag nicht direkt
an der Strecke. Da wir aber die ganze Zeit unseren Reisebus
dabei hatten und einen äußerst flexiblen, geduldigen
und freundlichen Busfahrer (Gruß an Stefan), war das
kein Problem. Die Unterbringung erfolgte in Doppel- und Einzelzimmern,
je nach Buchung, welche alle mit Dusche und WC ausgestattet
waren. Ein schönes Mittelklassehotel, welches mit Liebe
zum Detail eingerichtet ist. Besonders der weinberankte Innenhof
lädt bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Alles
war sauber und das Personal sehr bemüht ;-)
Strecke und Touren
Am Donnerstag nach dem Frühstück ging es los. Geplant
war eine Tour (ca. 40 km) Richtung Kloster Zinna. Einstieg
an der Strecke oberhalb von Jüterbog. Dort gibt es einen
Rundkurs von knappen 12 km und schon bei den ersten Metern
merkt man, welch toller Belag diese Strecke hat. Ich habe
mir sagen lassen, dass hier, anders als bei normalen
Radwegen, noch eine extra Schicht besonderer Asphalt verwendet
wurde.
Wir fuhren durch Felder, Wälder und Wiesen. Einfach
wunderschön. Gelegentlich trifft man Radfahrer oder andere
Skater (Fußgänger und Auto sind nicht erlaubt),
aber da die Wege fast alle drei Meter breit sind kein
Problem. Mittagspause am Kloster Zinna (mit Besichtung der
Klosterbrauerei *hicks*). Nachmittags die Strecke zurück.
Freitag standen 50 km auf dem Programm. Diesmal fuhren wir
mit unserem Bus nach Kolzenburg und stiegen dort in die Strecke
ein (hier ist auch das direkt an Strecke gelegene Hotel Zum
Eichenkranz- Gute Preise, ideale Lage und eine supernette
Wirtin www.hoteleichenkranz.de).
Los geht es Richtung Petkus. Diese Strecke hat fast die
Zeit über eine kontinuierliche Steigung und verlangt
schon etwas Kondition. Besonders kurz vor Petkus geht es noch
einmal richtig schön steil bergauf. Wers etwas
geruhsamer mag, findet auch hier (Kolzenburg, Jänickendorf,
Luckenwalde) einen ca. 12 km langen Rundkurs. Große
Pause in Petkus (Besichtigung des Gutshaus Petkus
erstes Skaterhotel der Welt www.skatehotel.de).
Von hier Busfahrt ins Museumsdorf Glashütte www.museumsdorf-glashuette.de
(sehenswert). Nachmittags sind wir dann mit dem Bus zurück
nach Petkus und haben den Heimweg, diesmal bergab *huiiiiiiii*,
angetreten.
Samstag dann die ganze Runde!!!! 100 km obwohl exakt
gemessen sind es nur 96.000 Meter *ggg*. Einstieg war wieder
Kolzenburg. Obwohl es teilweise regnete und man die beiden
vorherigen Tage schon ein ganz schönes Laufpensum hinter
sich gebracht hatte, machte es Spaß. Es ist schon toll
so durch die Landschaft zu rollen. Fernab vom Autolärm
durch die Natur. Vorbei an Pferden, Kühen, Seen und Windrädern
und auch wenn viele sich jetzt vielleicht sagen: boah,
hundert Kilometer packe ich nie, so kann ich Euch sagen,
dass 75% unserer Gruppe (36 Personen keine Profis)
es einmal rundum geschafft haben. Mit Pausen, entsprechender
Verpflegung und viel Flüssgkeit.
Sonntag Rückreise: Eigentlich das gleiche Spiel
wie auf der Hinfahrt, nur mit dem Unterschied, das wir auf
der Rückfahrt, 100 km vor Köln, einen Lagerschaden
hatten und ein Ersatzbus uns nach Hause brachte. Doch auch
das konnte der guten Laune und Stimmung keinen Abbruch tun.
Fazit
Welch ein Erlebnis!!! Das Land Brandenburg hat hier ein Mekka
für Inline-Skater und Radfahrer geschaffen. Es ist ideal
für Jedermann, ausgenommen die Speedskater, denn dafür
ist die Strecke nun doch nicht geeignet. Man kann zwar teilweise
schnell fahren, aber durch die abwechslungsreiche Streckenführung
gibt es immer wieder Kurven, Gefälle und Anstiege (und
das ist auch gut so). Eine Speedskaterbahn ist aber in Planung.
Es gibt viele Ausflugsmöglichkeiten rund um die Strecke,
so dass sich ein längerer Aufenthalt durchaus lohnt.
Auch Berlin ist nicht weit; und wie wir wissen, ja immer eine
Reise wert. Die Bahn wird zweimal pro Woche gesäubert
und auch (fast)alle Befahrer halten sich an die
Mahnungen zur Sauberkeit, jedenfalls soweit ich das beobachten
konnte. Es ist alles gut ausgeschildert und wer nicht per
Bus anreist (ich beneide alle die in der näheren Umgebung
wohnen), findet hier gute Verkehrs- oder Shuttleanbindungen.
Die vielen an der Strecke gelegenen Gastronomiebetriebe sind
relativ preiswert und der Service gut. Es gibt vor Ort diverse
Möglichkeiten zum Ausleihen: Rad, Skates und Schutzausrüstung.
Auch Kurse werden angeboten. Wer möchte, kann mich für
nähere Infos gerne anmailen. Wir haben für August
wieder ein verlängertes Wochenende geplant; diesmal allerdings
bis Berlin mit dem Flieger ;-)
Gruß an die neugewonnenen Freunde und speziell an den
Guru Horst.
Aber eins kann mir keiner, eins kann mir keiner, eins
kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Skaten
(geklaut bei Geier Sturzflug)
LG peze www.petrazeugner.de.vu
(27.6.2003)
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