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zuletzt aktualisiert am 17.08.2010

 
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Die Fläming-Tour – Ein Reisetagebuch von peze

Die Suche

Männe und ich sind seit ein 2 Jahren begeisterte Inliner. Fläming Skate5 Marathons später und dem mehrmaligen abfahren der in der Kölner Umgebung möglichen Strecken, waren wir auf der Suche nach Alternativen. Die einzige Gruppe die wir kannten, bestand aus maximal 4 Personen (2 Bekannte die mitfuhren) und so hatten wir uns auch noch nie für Gruppenfahrten bzw. organisierte Touren interessiert. Hier im Inliner-Forum-Kassel gibt es ja immer viele Events im Angebot und so stieß ich dann auch hier das erste Mal auf den Namen FLAEMING. Zuerst dachte ich, dass liegt in Holland, aber bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass der Niedere und Obere Flaeming in der Region Brandenburg, cirka 40 km südlich von Berlin liegt. Ganz schön weit weg von Köln. Der Organisator der Tour, Horst Gabriel, ist Referent für Fortbildung beim LV NRW des DSLV www.dslv-nrw.de, war bereits im vergangenen Jahr privat auf dieser Strecke und diese von mir ins Auge gefasste Tour war seine zweite. Man würde also von seinen Erfahrungen profitieren können. Also: Gebucht

Die Anfahrt

Der Bus startete in Aachen am 18. Juni 03 um 13.30 Uhr. Zustiegsmöglichkeiten gab es in Köln, Remscheid, Dortmund und Bielefeld. Die Fahrtzeit sollte für knappe 650 km 9 Stunden betragen, denn die Ankunftszeit war mit 22.30 Uhr vorgegeben. Wer schon einmal die A1 und A2 nach Berlin gefahren ist, weiß dass das ziemlich illusorisch ist, aber die Aussicht auf kilometerlange, autofreie Skaterstrecken hält den Unmut in Grenzen. Unsere Sorge in Bezug auf eine Gruppe löste sich schnell auf, denn gleich von Anfang an schuf das gemeinsame Interesse „am rollen“ eine gewisse Vertrautheit und man kam schnell ins Gespräch.

Nachdem am Lehrter See auch die letzte Teilnehmerin eingestiegen war, versorgte uns unser „Guru“ mit vielen Infos über Land, Leute, Unterkunft und Skatestrecke. Trotz des bevorstehenden Brückentages in NRW und einigen mittelgroßen Staus trafen wir gegen 0.00 Uhr in Jüterbog ein.

Die Unterkunft

Hier nur ein paar Eckdaten zur Vervollständigung, denn es soll ja kein Bericht über das Hotel werden *lol*

Unser Hotel „Zum goldenen Stern“ lag nicht direkt an der Strecke. Da wir aber die ganze Zeit unseren Reisebus dabei hatten und einen äußerst flexiblen, geduldigen und freundlichen Busfahrer (Gruß an Stefan), war das kein Problem. Die Unterbringung erfolgte in Doppel- und Einzelzimmern, je nach Buchung, welche alle mit Dusche und WC ausgestattet waren. Ein schönes Mittelklassehotel, welches mit Liebe zum Detail eingerichtet ist. Besonders der weinberankte Innenhof lädt bei schönem Wetter zum Verweilen ein. Alles war sauber und das Personal sehr bemüht ;-)

Strecke und Touren

Am Donnerstag nach dem Frühstück ging es los. Geplant war eine Tour (ca. 40 km) Richtung Kloster Zinna. Einstieg an der Strecke oberhalb von Jüterbog. Dort gibt es einen Rundkurs von knappen 12 km und schon bei den ersten Metern merkt man, welch toller Belag diese Strecke hat. Ich habe mir sagen lassen, dass hier, anders als bei „normalen“ Radwegen, noch eine extra Schicht besonderer Asphalt verwendet wurde.

Wir fuhren durch Felder, Wälder und Wiesen. Einfach wunderschön. Gelegentlich trifft man Radfahrer oder andere Skater (Fußgänger und Auto sind nicht erlaubt), aber da die Wege fast alle drei Meter breit sind – kein Problem. Mittagspause am Kloster Zinna (mit Besichtung der Klosterbrauerei *hicks*). Nachmittags die Strecke zurück.

Freitag standen 50 km auf dem Programm. Diesmal fuhren wir mit unserem Bus nach Kolzenburg und stiegen dort in die Strecke ein (hier ist auch das direkt an Strecke gelegene Hotel „Zum Eichenkranz“- Gute Preise, ideale Lage und eine supernette Wirtin www.hoteleichenkranz.de).

Los geht es Richtung Petkus. Diese Strecke hat fast die Zeit über eine kontinuierliche Steigung und verlangt schon etwas Kondition. Besonders kurz vor Petkus geht es noch einmal richtig schön steil bergauf. Wer’s etwas geruhsamer mag, findet auch hier (Kolzenburg, Jänickendorf, Luckenwalde) einen ca. 12 km langen Rundkurs. Große Pause in Petkus (Besichtigung des „Gutshaus Petkus“ erstes Skaterhotel der Welt www.skatehotel.de). Von hier Busfahrt ins Museumsdorf Glashütte www.museumsdorf-glashuette.de (sehenswert). Nachmittags sind wir dann mit dem Bus zurück nach Petkus und haben den Heimweg, diesmal bergab *huiiiiiiii*, angetreten.

Samstag dann die ganze Runde!!!! 100 km – obwohl „exakt“ gemessen sind es nur 96.000 Meter *ggg*. Einstieg war wieder Kolzenburg. Obwohl es teilweise regnete und man die beiden vorherigen Tage schon ein ganz schönes Laufpensum hinter sich gebracht hatte, machte es Spaß. Es ist schon toll so durch die Landschaft zu rollen. Fernab vom Autolärm durch die Natur. Vorbei an Pferden, Kühen, Seen und Windrädern und auch wenn viele sich jetzt vielleicht sagen: „boah, hundert Kilometer packe ich nie“, so kann ich Euch sagen, dass 75% unserer Gruppe (36 Personen – keine Profis) es einmal rundum geschafft haben. Mit Pausen, entsprechender Verpflegung und viel Flüssgkeit.

Sonntag – Rückreise: Eigentlich das gleiche Spiel wie auf der Hinfahrt, nur mit dem Unterschied, das wir auf der Rückfahrt, 100 km vor Köln, einen Lagerschaden hatten und ein Ersatzbus uns nach Hause brachte. Doch auch das konnte der guten Laune und Stimmung keinen Abbruch tun.

Fazit

Welch ein Erlebnis!!! Das Land Brandenburg hat hier ein Mekka für Inline-Skater und Radfahrer geschaffen. Es ist ideal für Jedermann, ausgenommen die Speedskater, denn dafür ist die Strecke nun doch nicht geeignet. Man kann zwar teilweise schnell fahren, aber durch die abwechslungsreiche Streckenführung gibt es immer wieder Kurven, Gefälle und Anstiege (und das ist auch gut so). Eine Speedskaterbahn ist aber in Planung. Es gibt viele Ausflugsmöglichkeiten rund um die Strecke, so dass sich ein längerer Aufenthalt durchaus lohnt. Auch Berlin ist nicht weit; und wie wir wissen, ja immer eine Reise wert. Die Bahn wird zweimal pro Woche gesäubert und auch (fast)alle „Befahrer“ halten sich an die Mahnungen zur Sauberkeit, jedenfalls soweit ich das beobachten konnte. Es ist alles gut ausgeschildert und wer nicht per Bus anreist (ich beneide alle die in der näheren Umgebung wohnen), findet hier gute Verkehrs- oder Shuttleanbindungen. Die vielen an der Strecke gelegenen Gastronomiebetriebe sind relativ preiswert und der Service gut. Es gibt vor Ort diverse Möglichkeiten zum Ausleihen: Rad, Skates und Schutzausrüstung. Auch Kurse werden angeboten. Wer möchte, kann mich für nähere Infos gerne anmailen. Wir haben für August wieder ein verlängertes Wochenende geplant; diesmal allerdings bis Berlin mit dem Flieger ;-)

Gruß an die neugewonnenen Freunde und speziell an den „Guru“ Horst.

Aber eins kann mir keiner, eins kann mir keiner, eins kann mir keiner nehmen, und das ist die pure Lust am Skaten (geklaut bei „Geier Sturzflug)

LG peze www.petrazeugner.de.vu
(27.6.2003)

 
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Zeitungsmeldung der "Süddeutschen"
 
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