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Juristen tun sich mit dem Trendsport schwer

Die Inline-Skates an die Füsse geschnallt, Gelenkschoner angelegt und los geht's. Gut neun Millionen Deutsche wollen auf das Gefühl der grossen Freiheit auf acht Rollen nicht mehr verzichten. Sporthändler freuen sich über die neue Fitnessbegeisterung – Juristen bereitet sie allerdings eine Menge Kopfzerbrechen.
Das grosse Problem: Was sind die windschnittigen Nachfahren der Rollschuhe eigentlich, rechtlich gesehen? Die Straßenverkehrsordnung bietet drei Kategorien an, in die die Inline-Skates eingeordnet werden könnten: Fahrzeuge, Sport- und Spielgeräte oder „ähnliche Fortbewegungsmittel“. Doch in keine Sparte passen Inline-Skates so recht.
Für Skater, die ihre schnellen Rollschuhe vor allem zum Fitnesstraining oder zur flotten Fortbewegung verwenden, hat das unangenehme Folgen. Solange der Gesetzgeber keine spezielle Regelung für Inline-Skates trifft, dürfen sie fast überall dort nicht benutzt werden, wo Skater besonders gerne fahren. Nicht auf Radwegen und nicht auf der Strasse – jedenfalls, wenn es sich um eine Strasse handelt, die nicht verkehrsberuhigt ist.

Schrittgeschwindigkeit

„Skaten erlaubt“ gilt zwar für Spielstrassen, Fussgängerzonen und Gehwege, aber dort nur in Schrittgeschwindigkeit. Und nur so, dass Fußgänger nicht gefährdet oder behindert werden. Verletzt ein rücksichtsloser Skater andere Gehwegbenutzer, muss er für den Unfall haften.
Der Erlanger Juraprofessor Klaus Vieweg hat sich über die rechtlichen Aspekte des Modesports Inline-Skating Gedanken gemacht. Sein Fazit: „Inline-Skating ist zu einem langfristigen Massenphänomen geworden. Doch bisher ist die Rechtslage noch völlig unklar, der Gesetzgeber muss das ändern.“ Die derzeitige Situation sei nicht zuletzt für die Polizei unangenehm: „Fussgänger klagen häufig über die Untätigkeit der Polizisten. Der Grund dafür sind die ungeklärten rechtlichen Probleme.“

„So wie Radfahrer“

Vieweg erläutert, daß eine Einordnung der Inline-Skates in die Kategorien der Straßenverkehrsordnung deshalb so schwierig ist, weil sie zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden, und folglich sowohl als Sportgeräte als auch als Fahrzeuge oder „ähnliche Fortbewegungsmittel“ gelten können. Sorgen machen besonders die Fitneß- und Geschwindigkeits-Skater, weil sie am häufigsten auf der Straße oder auf Geh- und Radwegen auftauchen. „Sie sind den Radfahrern am ähnlichsten, deshalb plädiere ich dafür, sie als Fahrzeuge zu behandeln“, so Vieweg.
Die Österreicher haben Inline-Skates bereits in ihre Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Demnach ist Skaten auf der Straße und auf Radwegen außerhalb geschlossener Ortschaften tabu, auf Radwegen im Ort und auf Gehsteigen sind die schnellen Rollschuhe erlaubt. Beim deutschen „Verkehrsgerichtstag“ hielten sich die Experten vornehm zurück: Sie wollen vorerst beobachten, ob Skaten nicht doch nur eine kurzlebige Modeerscheinung ist.

 

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