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zuletzt aktualisiert am 07.01.2012
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13. Sportmedizin: Inline-Skaten stärkt nicht nur den
Körper, sondern auch den Geist
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Dr. Kuno Hottenrott
vom Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Marburger
Phillips-Universität erklärt, wie das am besten funktioniert.
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Der sanfte Einstieg zu einer guten Fitness.
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Wer ein Freund des Fitness-Sports ist, für den dürfte das
Inline-Skaten doppelt interessant sein, denn es macht nicht
einfach nur Spaß, sondern fördert - regelmäßige Ausübung vorausgesetzt
- nachhaltig Ausdauer, Kraft und Koordinationsfähigkeit. Der
sehr harmonische Bewegungsablauf ist gelenkschonend und leicht
erlernbar.
Bereits nach wenigen Wochen des regelmäßigen Skatens wird
für jeden der Erfolg, der körperliche Fortschritt in vielerlei
Hinsicht deutlich spürbar sein: Die Muskeln werden wesentlich
kräftiger und elastischer, Binde- und Stützgewebe straffen
sich sichtbar. Allein dieser Effekt ist schon sehr positiv
einzuordnen, denn wer sich bislang in seinem Körper allein
aus optischen Gründen nicht wohlgefühlt hat, wird diese Veränderungen
mit großem Wohlgefallen feststellen. Auch an Herz und Kreislauf
geht der neue Trendsport nicht spurlos vorüber, denn die Leistungsfähigkeit
des gesamten Systems wird gesteigert, die allgemeine Ausdauerfähigkeit
deutlich erhöht. Inline-Skaten führt insgesamt zu einem sicheren
Bewegungsverhalten, einer Sensibilisierung der Körperwahrnehmung
und somit auch zu mehr Freude an der Bewegung.
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Mehr Spaß und mehr Sicherheit durch eine gute Schulung
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Wer langfristig Spaß am Inline-Skaten haben möchte, der
sollte von Beginn an eine gute Fahr- und Bremstechnik erlernen.
Die beste Unterstützung bietet dabei ein ausgebildeter Skate-Lehrer.
Geeignete Schulungsangebote gibt es immer irgendwo in der
Nähe. Die Erfahrungen zeigen, daß selbst absolute Anfänger
- auch ohne jede Schlittschuh- oder Rollschuh-"Vorbildung"
- bereits nach wenigen Unterrichtseinheiten so gut skaten
können, daß sie mit Begeisterung ein effektives Ausdauertraining
ausüben können. Dies gilt auch für diejenigen, für die bisher
die Begriffe Begeisterung und Ausdau-ertraining einander automatisch
ausschlossen. (einige Skate-Schulen)
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Das richtige Training bringt Herz und Kreislauf in Schwung
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In der Tat kann Konditionstraining auf Inline-Skates wirklich
großen Spaß machen. Wichtig ist vor allem, die richtige Trainingsbelastung
zu finden. Körperliche Fitness läßt sich nur dann wirklich
effektiv entwickeln, wenn die Belastung nicht zu hoch und
nicht zu niedrig ist. Anfangs sollte man deshalb in relativ
aufrechter Position mit nur leicht vorgebeugtem Ober-körper
unterwegs sein und dabei eine dem eigenen Niveau angepaßte
Geschwindigkeit wählen.
Durch Messung der Herzfrequenz kann die Intensität des Trainings
kontrolliert werden. Eine gesunde und leistungsfördernde Beanspruchung
liegt im Bereich von 65-80% der maximalen Herzfrequenz. Dabei
gilt immer: Herzfrequenz-Max = 220 minus Lebensalter (siehe
Tabelle). (mehr zu medizinischer
Ratgeber)
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Speed-Skater brauchen kräftige Muskeln
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Deutlich höher sind die Anforderungen an Muskulatur und
Herz-Kreislauf-System beim sportlichen Speed-Skaten in tiefer,
aerodynamischer Position. Hierbei wird die Bein-und Rückenmuskulatur
um ein Vielfaches stärker beansprucht als in der aufrechten
Position.(mehr dazu: "Fitness-Check"
oder "wenn Muskeln Alarm schlagen"
)
Für eine gute Fitness sollte man allerdings nicht ausschließlich
skaten, sondern auch anderweitig sportlich aktiv sein. Nur
so können einseitige Belastungen an Muskeln, Sehnen, Bändern
und Gelenken vermieden werden. Dauerhaft fit bleibt ohnehin
nur, wer das ganze Jahr hindurch sportlich aktiv ist. Leider
kann man Fitness nicht speichern und bei Bedarf abrufen. Unsere
Muskeln müssen vielmehr täglich beansprucht werden, um sie
in ihrer Form und ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten. Viele
Sportler mußten schon erfahren, wie stark die Muskelmasse
nach einer längeren Verletzung, verbunden mit einer Trainingspause,
abnimmt. (mehr zu Fitness-pur)
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Inline-Skaten: Ideal für den sanften sportlichen Einstieg
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Inline-Skaten ist dabei geradezu ideal für den sanften Einstieg
ins Ausdauer- bzw. Fitness-Training. Selbst völlig Untrainierte
sind in der Lage, eine Stunde oder länger zu skaten. Laufanfänger
brauchen für ähnliche Belastungszeiten meist mehrere Wochen.
Wie genau das individuelle Fitness-Training auf Inline-Skates
aussehen sollte, ist nicht zuletzt abhängig von den persönlichen
Vorerfahrungen, den eigenen Vorlieben und den spezifischen
Begabungen für sportliche Bewegungen. In jedem Fall sollte
man sich anfangs nicht zuviel vornehmen, die Übungszeit allmählich
von Woche zu Woche erhöhen und immer ein abwechslungsreiches
Programm wählen. Nur so bleibt man auch dauerhaft mit Spaß
bei der Sache.
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Niemals ohne komplette Schutzausrüstung starten
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Gerade Anfänger seien auch an dieser Stelle noch einmal
gewarnt: Die Verletzungsstatistiken zum Inline-Skaten belegen,
daß sich viele Anfänger ohne ausreichende Schutzausrüstung
schon auf durchaus anspruchsvolle Strecken begeben (viele
Steigungen und Gefälle, nicht ausreichende Auslaufzonen, viel
Betrieb etc.). Die typischen Verletzungen wie Hautabschürfun-gen,
Prellungen, Verstauchungen und Kopfverletzungen lassen sich
schon durch das Tragen der einfachsten Schutzausrüstung (Helm,
Knie-, Ellbogen-, Handgelenkschoner) sowie einer intensiven
Technikschulung erheblich reduzieren oder sogar vermeiden.
Übrigens: Auch die sogenannten kleinen Verletzungen wie leichte
Hautabschürfungen und Prellungen können, einmal abgesehen
von den häßlichen Narben, auf Dauer zu Schäden am Gelenkknorpel
führen und sind dann alles andere als harmlos. (mehr
zu Schutzausrüstung)
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Wer das Fallen lernt, bleibt auch beim Sturz oft unverletzt
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Es gibt vier Hauptursachen für "Standardstürze":
- zu aufrechte Körperhaltung
- unzureichende Fahrtechnik
- schlechtes Reaktionsvermögen
- zu geringe Kondition.
Der Schweregrad der Verletzungen ist dabei verschieden.
Wer das richtige Fallen bereits gelernt hat und die vollständige
Schutzausrüstung trägt, erleidet bei Stürzen in der Regel
keine Verletzungen.
Wer so gerüstet und ausgebildet ist, kann die zahlreichen
positiven Auswirkungen des Inline-Skaten auf Körper und Geist
auch wirklich genießen. (mehr zu "richtig
Fallen")
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